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Heidelberger Druck für Langfrist-Anleger


13.12.2007
Antizyklischer Börsenbrief

München (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" eignen sich die Aktien von Heidelberger Druck (ISIN DE0007314007 / WKN 731400) auch für konservative Langfrist-Anleger.

Seit einiger Zeit mache der schwache US-Dollar dem Konzern zu schaffen. Doch ein Ende der Euroaufwertung könnte die operativen Perspektiven der Heidelberger deutlich steigern. Und im Moment zeige sich ja, dass der schwache Dollar nicht nur Nachteile habe: Der US-amerikanische Export habe deutlich zugelegt, die Stimmung für den Dollar sei dagegen nach wie vor katastrophal. Es würde die Experten daher gar nicht wundern, sollte der Greenback in nicht allzu ferner Zukunft wie Phönix aus der Asche steigen. Klar sei: Auf dem gegenwärtigen Kursniveau sei bereits einiges an schlechten Nachrichten "verarbeitet", dazu gehöre sicherlich zu einem Großteil auch der schwache Dollar. Die Bewertung zeige es: Gegenwärtig werde der Konzern mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,5 gehandelt, das KGV auf Basis der Schätzungen für 2008 notiere bei etwa 9,5. Hinzu komme ein Kurs-Cashflow-Verhältnis von 4,8 und eine Dividendenrendite von 3,6 Prozent.

Die Zahlen zum zweiten Quartal seien nicht so schlecht ausgefallen, wie es der Kursverlauf vermuten lasse: Zwar sei das EBIT von 70 Millionen Euro hinter den Konsenserwartungen von 78 Millionen Euro zurückgeblieben. Das Unternehmen rechne aber damit, das EBIT in 2007/08 um zehn bis 15 Prozent auf 330 bis 345 Millionen Euro steigern zu können. Die Neuaufträge hätten mit 932 Millionen Euro im Rahmen der Erwartungen gelegen. Der Schlüssel zu einer Aufholjagd der Aktie könnte im Osten liegen: Zuletzt habe der Konzern einige Großaufträge aus Russland und China an Land gezogen. Dies dürfte sich schon bald in den Geschäftszahlen niederschlagen.


Auf Grund des schwachen US-Dollar seien die japanischen Konkurrenten den Heidelbergern bei den Margen zuletzt enteilt. Die Gewinnschätzungen je Aktie für 2007 seien daher von 2,48 auf 2,09 Euro und die für 2008 von 2,92 auf 2,45 Euro gesenkt worden.

Die Experten würden die Reaktion des Marktes auf das Zahlenwerk für übertrieben halten - binnen weniger Wochen habe sich der Aktienkurs halbiert. Einige Insider würden das genauso zu sehen scheinen: Während des Sommers hätten drei Manager, darunter Finanzvorstand Dirk Kaliebe, eigene Aktien im Wert von 100.000 Euro eingekauft. Allerdings seien die Unternehmenslenker mit ihren Käufen bei rund 30 Euro eindeutig zu früh dran gewesen: Anschließend sei die Notierung weiter in den Keller gepurzelt.

Ideal wäre es, wenn nun noch weitere Insider die verprügelten Aktien einsammeln würden. Vorsichtige Anleger könnten mit einem Einstieg noch so lange abwarten. Wer nach dem Motto "Früher Vogel fängt den Wurm" lieber schon jetzt einsteige, der sollte die Position unterhalb von 20 Euro (Wochenschlusskurs) per Stopp-Loss-Limit absichern.

Wegen der günstigen fundamentalen Bewertung, der ansehnlichen Dividenderendite und der guten Marktpositionierung eignen sich die Aktien von Heidelberger Druck auch für konservative Langfrist-Anleger, so die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief". (Ausgabe 12 vom 12.12.2007)
(13.12.2007/ac/a/d)




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